Samstag, 12. April 2014

Siebdruck mit ProcionMX Farben: Die ersten Stoffe sind gewaschen

Ach, das hat mal wieder Spaß gemacht! Vor ein paar Tagen hatte ich das Vergnügen, in nettester Gesellschaft und unter erfahrener Anleitung ein paar Stunden (die natürlich viel zu schnell vorbei waren) mit Procion Farben auf Stoff zu drucken.
Eingeladen dazu haben mich Susanne und Bärbel und wir haben uns im Atelier von Susanne getroffen und neben ganz viel Erfahrungsaustausch und leckerem Essen auch das eine oder andere Stoffstück bedruckt. Die beiden sind erfahrene Kursleiterinnen und Susanne hatte neben Farben und Verdickerpaste auch ihren beachtlichen Fundus an Thermofaxsieben mit diversen Motiven dabei- sooo viele- da hätte ich glatt 3 Tage gebraucht, um die alle mal auszuprobieren!
Mein Erfahrungsschatz im Stoffdruck mit den Procionfarben ist ja noch ausbaufähig und ich habe sehr viel dazugelernt an diesem Tag. Besonders das Rezept für die richtige Mischung der Druckpaste. Damit bleiben die Farbstoffe nämlich im Stoff (was ja der Sinn der Sache ist) und waschen sich nicht wieder raus (eine Kollektion solcher Stoffe habe ich auch schon mal produziert…:) ).
Das Rezept dazu könnt Ihr übrigens in diesem Buch (zusammen mit noch ganz vielen anderen Tipps zum Färben und Drucken) finden.

Und das sind einige meiner Druckergebnisse:

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Diesen etwas gröber gewebten Stoff habe ich mit einem großen Kreis bedruckt- das Sieb hatte ich mir noch schnell im alten Atelier belichtet. Ganz schön poppig!

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Spannend beim Drucken mit diesen Farben ist, das man super Nass in nass arbeiten kann- bei der Überlagerung der Farbschichten entstehen dann noch einmal Zwischentöne die- je nach dem, welche Farben zuerst auf den Stoff treffen- unterschiedlich ausfallen. Hier vor der Wäsche...
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…und hier der Stoff gewaschen und gebügelt. Die Farben sind dringeblieben! Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich mit dem guten Stück anfange…


Was wir an dem Tag auch noch gemacht haben, war eine Runde "Breakdown-Printing". Susanne hatte für jede von uns ein Sieb vorbereitet, mit dem wir dann losgelegt haben.
Beim Breakdown-Printing wird das Sieb mit der wasserlöslichen Verdickerpaste (eingefärbt oder in unserem Fall transparent) bestrichen und verschiedene Gegenstände/Gewebe etc. werden in die frische Paste gedrückt und verbleiben bis zur vollständigen Trocknung dort, wo sie Spuren bzw. Abrücke hinterlassen.
Vor dem Drucken werden diese vorsichtig entfernt und es kann losgehen.
Kommt die getrocknete Paste dann beim Drucken mit der nassen Farbe in Kontakt, wird sie nach und nach wieder angelöst und landet auf dem Stoff. Je dünner die Schicht- desto schneller geht`s.
Die dabei entstehenden Strukturen sind superspannend und da sich das Sieb ja im Laufe der Arbeit immer mehr verändert, entstehen auf diese Weise ganz spezielle Muster. Achtung Suchtgefahr!

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Hier mein Stoff im feuchten Zustand. Ich hatte mit Türkis und Hellgrau gedruckt und dann mit Blau drübergespachtelt.

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Nach der Wäsche: Ein idealer Patchworkstoff mit vielen Farbschattierungen.

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Hier noch einmal ein Detail der typischen Strukturen, die beim "Zusammenkrachen" der Siebbeschichtung entstehen.

Ein paar Schwarz/weiße Stoffe habe ich noch, die noch auf die Wäsche warten. Ich könnte direkt weitermachen, denn es gibt noch Vieles zu probieren auf dem Gebiet! Vielleicht ergibt sich ja demnächst noch einmal eine Gelegenheit dazu. Auf jeden Fall tat es gut, die Finger mal wieder in "richtige" Farben zu tauchen- immer nur Nähen ist ja auch langweilig :)






1 Kommentar:

  1. WOW, das sieht wunderbar aus, irgendwann bin ich auch mal dabei!
    Liebe Grüße von Michaela

    AntwortenLöschen

Die Sicherheitsabfrage muss sein, leider…ich werd sonst mit Quatsch zugemüllt und das ist doof. Aber über "echte" Kommentare von Euch freue ich mich! LG Kristina

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