Donnerstag, 9. Oktober 2014

Monotypie: Drucken ohne Presse

Was mich bei der künstlerischen Arbeit mit Textilien und Nadel und Faden ja mitunter nervt: Es dauert soo wahnsinnig lange, bis eine Arbeit mal fertig ist.
Bei mir jedenfalls.
Und weil ich doch ab und zu mal das Gefühl haben will, schneller zu unterschiedlichen Kompositionen und Varianten eines Themas zu gelangen und mir ab und zu die Malerei dann doch fehlt, bin ich zur Zeit auf`s Drucken umgeschwenkt. Siebdruck ist zur Zeit aus Platzmangel nicht drin, aber Monotypie geht.
Und zum Wiedereinstieg  in die Technik war ich neulich bei Boesner zu einem kleinen Workshop "Drucken ohne Presse", geleitet von Karin Weiss.

Vier Stunden sind natürlich immer viel zu knapp- nach ca. 3 Stunden und fünfundvierzig Minuten hat es dann bei mir "klick" gemacht, und ich hätte ab dann noch mal locker die gleiche Zeit weiterdrucken können- bis man sich in eine neue Technik eingefunden hat, dauert es ja immer ein wenig. Aber als Start war das genau richtig und inzwischen habe ich meine im Kurs begonnenen Drucke noch zweimal weiterbedruckt- das geht zu Hause mit superwenig Platz nämlich ganz gut.
Monotypien sind jede für sich Originale- von der bearbeiteten Druckplatte kann immer nur ein Druck erzeugt werden. Natürlich kann man so oft man möchte mit den Platten und den Papieren weiterdrucken, aber eben keine Reproduktionen von ein und demselben Motiv herstellen.
Genau mein Ding.

(Entschuldigt die Fotoqualität- ich hatte mehr Lust, zu Drucken als zu Knipsen und habe nur schnell mein Iphone gezückt zwischendurch…)

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Am Ende des Kurses waren das meine "Favoriten" des Tages.

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Immer wieder schön: der große Arbeitstisch.

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Karin hat uns einige Tricks gezeigt, wie spannende Strukturen erzeugt werden können.

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Wie zum Beispiel diese hier.

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Die Blätter wurden dann zum Trocknen aufgehängt (das hier sind nicht meine Arbeiten)

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Gedruckt haben wir von Linolplatten- das war neu für mich, hat aber super funktioniert und ist sehr einfach im Umgang.

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Der erste Durchgang erst mal nur in Dunkelgrau zum Warmwerden…

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…aber das macht schon Spaß!

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Und richtig spannend wird es dann, wenn die nächste Farbe in`s Spiel kommt…

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…durch die Überlagerung der Schichten entstehen dann ganz neue Kompositionen.

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Ich habe Verschiedenes ausprobiert: Strukturtapeten, Spitzenstoffe, Kartoffelnetz…

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…und gerissenes Papier.

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Das sind einige der Blätter nach der zweiten Runde zu Hause. Ein Ende ist noch nicht abzusehen- wie schön!







Kommentare:

  1. Oh Kristina, die sind ja toll!
    Die Linoleum-Unterlage ist mir neu, das muss ich mal ausprobieren! Je nach Unterlage gibt es ja immer wieder neue Effekte.
    Aber Deine Arbeiten gefallen mir sehr, und ich bin gespannt auf die nächsten!
    Liebe Grüße
    Sabine

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  2. Monotypie ist toll, ich liebe sie. bisher kannte ich das nur auf Glas. wenn man drauf zeichnet ist das sicher deutlicher. da kann man gar nicht mehr aufhören.Wunderschöne Blätter zum Weiterverarbeiten auch. VG kaze

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  3. Spannend zu sehen wie Schicht für Schicht tolle Einzelstücke entstehen.
    LG Ute

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Die Sicherheitsabfrage muss sein, leider…ich werd sonst mit Quatsch zugemüllt und das ist doof. Aber über "echte" Kommentare von Euch freue ich mich! LG Kristina

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