Dienstag, 25. August 2015

Gelli Plate: gekauft oder selbst gemacht? - purchased or homemade?


Hier folgt nun der zweite Teil meines Erfahrungsberichts zum Thema "Gelliprinting". Nachdem die selbstgegossenen Gelatineplatten über Nacht bei Zimmertemperatur ausgehärtet waren, sollte es dann mit dem Drucken losgehen.

Here comes the second part of my experience report on "Gelliprinting". After the self-cast gelatin plates were cured overnight at room temperature, we were ready for printing.

Gelli_Plate_DIY_3200.jpg
Am Abend sah das Ganze noch recht vielversprechend aus…

In the evening, the whole thing looked quite promising ...

_DSC3201.jpg
Bei genauerer Betrachtung am nächsten Morgen zeigte sich allerdings, dass die eine Platte über Nacht doch wieder recht viel Schaumblasen an der Oberfläche gebildet hatte. (Mehr dazu hier)
Diese Seite war zum Drucken also tatsächlich nicht zu verwenden. Also habe ich die Platte umgedreht. da die Backform einen ganz glatten Boden hatte, war das grundsätzlich o. k. (Zu der Besonderheit dieser der Plattenunterseite später mehr).

A closer look the next morning, however, showed that there were quite a lot of foam bubbles on the surface of one of the plates. (Read more here)
Because of that, the upper surface was not usable for printing at all. So I flipped the plate. Since the baking tray had a very smooth bottom, that was basically ok ( more about the peculiarity of this later).

_DSC3204.jpg
Hier die beiden Gelli Platten: Links die gekaufte, Rechts die selbst gemachte Platte.

The two Gelli plates: On the left side the purchased one, right the homemade plate.

_DSC3205.jpg
Die abgerundeten Kanten und die ungleichmässigen Ränder hätte ich auch Mithilfe eines Lineals begradigen können- ich fand das aber nicht störend und hab`s so gelassen.

I could also have straightened the rounded and uneven edges using a ruler. But it didn´t bother me and so I left it.

_DSC3207.jpg
Los ging es mit der Kaufplatte. Zum Drucken habe ich Acrylfarbe mit ein wenig Siebdruckpaste von Lascaux als Trocknungsverzögerer benutzt.

It started with the purchased plate. For printing I used acrylic color with a little screen printing paste by Lascaux as a retardant.

_DSC3208.jpg
Ein paar einfache Strukturen: Zahnspachtel, Moosgummistempel und eine gekaufte Plastikschablone.

A few simple structures: Notched trowel, foam rubber stamps and a purchased stencil.

_DSC3318.jpg
Der erste Druck…

The first print ...


_DSC3316.jpg
…und das ist der zweite Druck (die Schablone wurde zuvor entfernt).

... and this is the second print (the stencil was previously removed).

_DSC3210.jpg
Dann das Gleiche nochmal mit der selbstgemachten Platte:

Then the same thing again with the home-made plate:

_DSC3320.jpg
Mit dem Zahnspachtel ließ sich die Farbe nicht wirklich entfernen - die Streifen sind kaum zu erkennen.

With the notched trowel, I could not really remove the color - the strips are barely visible.


_DSC3322.jpg
Beim zweiten Druck sieht man es dann schon besser. Das Druckbild ist etwas körniger als bei der gekauften Platte, mir gefallen Unregelmäßigkeiten aber fast besser.

The second print came out much better. The print is a little grainier than the one pulled from the purchased plate, but I like the irregularities.

_DSC3209.jpg
Und daran wird es wohl gelegen haben: Viele kleine Luftblasen auf der Oberfläche der Platte, welches ja eigentlich die Unterseite ist…

And this likely was the reason: Many small airbubbles on the surface of the plate, which actually is the bottom ...

_DSC3211.jpg
…in welchen sich die Farbe dann auch festgesetzt hat. Mich hat es nicht gestört, aber beim nächsten Mal werde ich beim Giessen sorgfältiger vorgehen (siehe hier).

... in which the color is then set. It did not bother me, but next time I will proceed more carefully during the casting (click here to read more).

_DSC3213.jpg
Was mir bei der selbstgegossenen Platte wesentlich besser gefällt, ist die Tatsache, dass sich sehr flüssige Farben besser auf der Oberfläche verteilen lassen.

What I like a lot better with the self-cast plate, is the fact that it`s easier to spread very liquid colors on the surface.

_DSC3212.jpg
Von der Platte von Gelli Arts perlt die Farbe ab, wenn etwas mehr Wasser zugesetzt wird.

From the Gelli Arts Plate, the color runs off when more water is added.

Wenn ich mir nicht schon eine Platte von Gelli Arts gekauft hätte, würde ich das jetzt nicht mehr unbedingt tun. Mich hatte damals die Aufbewahrung der reinen Gelatineplatten im Kühlschrank abgeschreckt…Aber bei dem Rezept von Ruth Alice Kosnick ist das nicht nötig. Und die Möglichkeit, sich auch schnell runde Platten zu giessen, ist natürlich auch super!

Ich bin jetzt neugierig, ob sich mit etwas mehr Wasser und weniger Glycerol vielleicht eine Platte herstellen lässt, die die Acrylfarben etwas länger feucht hält und sie nicht gar so doll ankleben?

If I had not bought me a Gelli Arts Plate already, I would not necessarily do that now. I was discouraged by keeping pure gelatin plates in the fridge ... But that is not nessecary with the recipe from Ruth Alice Kosnick. And of course the possibility to produce round printing plates is also exiting!

I'm curious to see if, with a little more water and less glycerol, maybe a plate can be produced, which keeps the acrylics moist a little longer so that they do not stick with the plate?






Kommentare:

  1. Hallo Kristina!

    Ein spannender Vergleich. Und ich muss zugeben, dass mir die Struktur des Druckes der selbstgemachten Platte auch besser gefällt. Ich kann nicht mal genau sagen, warum. Vielleicht, weil es mehr nach handgemachtem Druck aussieht....?

    Aber kann es sein, dass die Beschriftung des Fotos mit beiden Geli-Platten vertauscht ist? Wenn ich das richtig sehe, ist links die gekaufte Platte, oder?

    LG
    Claudia

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    Antworten
    1. Liebe Claudia,
      Ups- Du hast recht! Danke für den Hinweis- das werde ich schnell ändern…:)
      LG
      Kristina

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  2. Schön, dass du es so nebeneinanderstellst. Mir ging es ähnlich, obwohl ich es nicht gleichzeitig getestet habe, war das Vergnügen mit der frischen selbstgemachten Platte größer. Die fertige riecht auch etwas streng nach Öl, was ich nicht mag. Danke für den Test und herzliche Grüße von Michaela

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Die Sicherheitsabfrage muss sein, leider…ich werd sonst mit Quatsch zugemüllt und das ist doof. Aber über "echte" Kommentare von Euch freue ich mich! LG Kristina

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