Sonntag, 16. August 2015

Meine erste selbst gemachte Gelatineplatte - my first homemade gelatin printing plate


Bevor ich Euch gleich von meiner selbstgemachten Gelli Plate berichte, möchte ich mich noch schnell für Eure Kommentare und die Tipps zum FreezerPaper bedanken! Laut Natascha funktioniert eine bestimmte Sorte Verpackungsfolie von Büropapier ähnlich wie FreezerPaper- das hört sich doch spannend an, oder? Michaela und Claudia haben beide Erfahrung mit dem Bedrucken von Stoffen mit dem eigenen Inkjetprinter zu Hause, was man mit Hilfe von FreezerPaper auch hinbekommt. Claudia liefert dazu gleich noch Bezugsquellen und eine Anleitung mit- großartig! Schaut doch einfach in die Kommentare vom letzten Post, wenn Euch das auch interessiert.
Und wenn Ihr noch mehr Tipps und Tricks rund um`s FreezerPaper habt- lasst es mich gerne wissen!

Before I start with my homemade Gelli Plate, I would quickly like to thank you for your comments and the tips about FreezerPaper! According to Natascha a certain type of packaging film of office paper works similarly to FreezerPaper- that sounds exciting, doesn't it? Michaela and Claudia both have experience with the printing on fabrics with your own inkjet printer at home, which also can be done with the help of FreezerPaper. Claudia also shares sources and a guide- great! Just have a look at the comments from the last post, if you are interested (the comments are in German). And if you have even more tips and tricks on working with FreezerPaper - feel free to let me know!


Ende letzten Jahres hatte ich mir eine große Druckplatte von Gelli Arts geleistet. Das Schöne an der gekauften Platte aus Silikon ist, dass sie ohne große Vorbereitung sofort zur Verfügung steht. Nicht so schön ist dagegen der Preis- mit Versandkosten aus England hat die große Platte ca. 75 EUR gekostet.
Ich bin froh, meine Gelli Plate zu haben und bin auch von der Handhabung mit den Farben ganz zufrieden. Eine Sache hatte mich allerdings gestört: Die Acrylfarben trocknen sehr schnell auf der Silikonoberfläche und flüssigere Farben perlen ab. Das hatte ich von meiner allerersten Drucksession mit einer selbstgegossenen, reinen Gelatineplatte ohne Zusätze, anders in Erinnerung.
Deshalb war es an der Zeit,  sich noch einmal mit dem Thema "Gelli Plate selbstgemacht" zu beschäftigen.

Late last year, I got me a big plate from Gelli Arts. The purchased plate made of silicone is available for spontaneous printing at any time without much preparation. Not so nice, however, is the price: with shipping from England, the big plate cost approximately 75 EUR. I'm glad to have my Gelli Plate and am quite satisfied by the handling with the colors. One thing, however, had disturbed me: The acrylic colors dry very quickly on the silicon surface and watery colors run off the surface. My memories from my very first print session with a self cast, pure gelatin plate without additives, where different. Therefore, it was time to make a new approach to "homemade Gelli Plate".

Sybille und Ich haben uns also zusätzlich zu unseren Kauf-Druckplatten je eine haltbare Gelatine Platte selbst hergestellt. Grundsätzlich ist das eine sehr einfache Angelegenheit, trotzdem sind die Platten nicht perfekt geworden. Mit der Erfahrung vom ersten Versuch werden die nächsten Platten aber sicherlich besser!

Zum Glück sind beim Gelatinedruck kleinere Unregelmäßigkeiten nicht sehr störend, so dass wir auf jeden Fall zufrieden mit den Ergebnissen sind.

So, Sybille and I made durable gelatin plates in addition to our purchased printing plates. Basically, this is a very simple matter, yet the plates have not become perfect. With the experience from this first attempt, the next plates will certainly come out better!

Luckily, minor irregularities are not very bothersome with the gelatin mono typing, so we are pleased with the results anyway.

Gelli_Plate_DIY_3184.jpg
Wenn Ihr "Gelli Plate" googelt, findet Ihr unzählige Beiträge und Videos zum Thema. Wir haben unsere Platten nach einem Rezept von Ruth Alice Kosnick angefertigt.
Wie man sieht, braucht es dazu jede Menge Gelatine… :)

If you google "Gelli Plate", you will find countless posts and videos on the topic. We have made our plates after a recipe from Ruth Alice Kosnick. As you can see, it takes a lot of gelatin ... :)

Gelli_Plate_DIY_3186.jpg
Und damit die Platte sowohl haltbar und auch stabiler wird, benötigt Ihr noch Isopropylalkohol und Glycerol.
Ich habe beides in der Apotheke gekauft (was wahrscheinlich die teuerste Variante ist). Frau Kosnick empfiehlt, im Internet zu schauen. Im Vergleich zur gekauften Importplatte war das trotzdem sehr viel preiswerter.

And to make the plate both durable and also more stable, you still need isopropyl alcohol and glycerol.
I have bought it at the pharmacy (which probably is the most expensive option). Mrs Kosnick recommends scanning the Web. Compared to the purchased Gelli Arts plate that was much cheaper nevertheless.

Gelli_Plate_DIY_3188.jpg
Die Gelatine wird mit Wasser angerührt. Dann kommen Alkohol und Glycerol hinzu. (Wir haben für unsere beiden Platten das Rezept vervierfacht).

The gelatin is mixed with water. Then alcohol and glycerol are added. (We have quadrupled the recipe for our two plates.)

Gelli_Plate_DIY_3195.jpg
Vorsichtig Erwärmen bis die Gelatine flüssig wird.

Carefully heat until the gelatin is liquid.

Gelli_Plate_DIY_3197.jpg
Und jetzt kommen wir zu dem Teil, wo wir sorgfältiger hätten vorgehen müssen. Also aufgepasst! Vor dem Einfüllen der Flüssigkeit in die Form werde ich beim nächsten Mal den Schaum abschöpfen und dann die Mischung beim Eingiessen in die Form durch ein feines Sieb oder Gaze o. ä. filtern!

And now we come to the part where we had better proceeded more carefully. So watch out! Before filling the liquid into the mold, next time I will skim the foam and then filter the mix through a sieve or cheesecloth when pouring it into the mold.

Gelli_Plate_DIY_3198.jpg
Verbleibenden Schaum mit einem Stück Zeitungspapier von der Oberfläche zu den Rändern hin abschöpfen.

Skim off remaining foam with a piece of newspaper from the surface toward the edges.

Gelli_Plate_DIY_3200.jpg
Fehler Nummer zwei: Luftblässchen am Boden der Platten. Wenn man genau hinsieht, kann man die vielen kleinen Bläschen erkennen. Da wir zu diesem Zeitpunkt davon ausgegangen sind, die Oberseite der Platten zu benutzen, haben wir darauf nicht weiter geachtet. Diese hätte man durch vorsichtiges Rühren auf dem Boden der glatten Backformen mit einem Silikonschaber beseitigen können…

Mistake number two: Tiny air bubbles at the bottom of the plates. If you look closely, you can see the many small bubbles. Since we had intended to use the upper surface of the plates, we have not paid attention. By gently stirring on the bottom of the smooth bakeware tray with a silicone scraperthis could have been avoided…

_DSC3202.jpg
Am nächsten Tag waren die Platten ausgehärtet und liessen sich sehr leicht aus der Form herausnehmen. (Bei reinen Gelatineplatten ist das nicht so einfach…)

So weit, so gut!

Im nächsten Post zeige ich Euch, wie sich die selbst gemachte Platte im Vergleich zur gekauften gemacht hat.

The next day the plates were cured and could be removed from the mold very easily. (With a pure gelatin plate that is not so easy ...)

So far so good!

In the next post I will show you how the homemade plate worked in comparison to the purchased one.











Kommentare:

  1. Hallo Kristina!

    Spannendes Projekt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

    Und vielen Dank für's Verlinken! :-)

    LG
    Claudia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich danke dir für die Druckanleitung mit Freezerpaper- mein jetziger Drucker wird das nicht schaffen, aber "zum Glück" halten die Dinger ja immer nur bis kurz nach Ablauf der Garantiezeit :)
      VG Kristina

      Löschen
  2. ich habe meine selbstgemachte haltbare gellyplatte tatsächlich von unten verwendet, weil sie da viel glatter geraten ist. außerdem war sie dort immer »frischer«, weil ich sie anfangs nach unten im backblech gelagert hatte und die äußere schicht an der luft trocknete.

    leider habe ich lagerfehler gemacht. das problem war, dass die platte mit der zeit immer dünner wurde, weil das wasser verdunstet ist. am ende war aus einer ca 3 bis 4 cm dicken platte ein ca 8 mm dünnes und gummiartiges teil geworden. zudem wellte sie stark.

    beim nächsten versuch (ich möchte den alten kram wieder einschmelzen und mit meinen alkohol und glycerol resten neu gießen), werde ich die platte eben lagern, vielleicht sogar mit einer glasplatte beschweren und verpacken.

    oder wir finden einen chemiker oder eine chemikerin, der weiß, wie man verhindern kann, dass das wasser aus der platte verdunstet.

    und du machst es aber spannend. möchte werke sehen!!!

    liebe grüße . tabea

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mir blieb bei meiner Platte auch nur die Rückseite, was dann auch o.k. war. Wie gesagt, die nächsten Platten werden sicher besser :)
      Ruth Alice Kosnick empfiehlt, die Platte zwischen zwei Plexi- oder Glasplatten zu lagern und mit Frischhaltefolie einzuschlagen. Meine mittlerweile kaputte Platte wartet jetzt auch in einer Tupperdose auf das Einschmelzen für die nächste Runde.
      VG Kristina

      Löschen
  3. Auf jeden Fall werde ich dann auch irgendwann selber mal eine dauerhafte machen und keine kaufen, soviel sagt mir dein Post schon jetzt und ich freue mich, wie die Geschichte weitergeht ;-) Lieben Gruß Ghislana

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Also, auch wenn ich noch keine "perfekte" Platte hingekriegt habe, kann ich das mit meinem jetzigen Kenntnisstand auf jeden Fall empfehlen!
      VG Kristina

      Löschen
  4. Man braucht einfach beides, Originalplatte und selbst gegossene! Auch die Acrylfarben verhalten sich ja recht unterschiedlich. Die Daler Rowney System3-Farben rollen sich (bei mir) bei der selbst gegossenen Platte wie ein Film um die Walze, bei der Originalplatte funktionieren sie wunderbar. Man kann also weiter gespannt sein;) Gespannt bin ich auch auf deine Drucke!!! Deine Monatsdruck-Serie gefällt mir ausgesprochen gut!
    Liebe Grüße
    Moni

    AntwortenLöschen
  5. Meine Tipps für die Gelplatte.
    Ich habe die Gelplatte auch zuerst nach dem Rezept von Alice Kosnick hergestellt und musste feststellen,dass sie doch sehr nach Alkohol riecht. Ich habe die Platte auch schon mehrmals wieder eingeschmolzen und neu gegossen. Meine Erfahrung dabei ist:

    1. Die Platte hat nicht ganz die Eigenschaften wie das Gelli Plate. Kommt aber fast ran.
    2. Die Platte wird (logischerweise) immer fester je länger sie liegt.
    3. Die Platte liegt seit 4 Monaten im Schrank und ist immer noch verwendbar.

    Einschmelzen und wieder ausgießen:

    Ich schmelze meine DIY Platten ein und gebe jedes Mal 2-4 EL Wasser sowie 1-2 EL Glyzerin dazu.
    Das verhindert, das die Platte immer kleiner und gummiartiger wird. Die Menge an Wasser bzw. Glyzerin hängen davon ab wie lange die Gelplatte schon liegt.
    Irgendwann geht's aber nicht mehr und man muss die Platte neu machen oder sie 50/50 alt und neu mischen.

    Pflegetipp:

    Die Platte hält länger wenn man sie nach der Benutzung reinigt. Es versteht sich von selbst, dass man sie nicht mit warmen Wasser reinigt. Es geht, wenn man sie mit sehr kaltem Wasser säubert. Ich empfehle Euch wirklich sie jedesmal abzuwaschen weil die Acrylfarbe die Platte zusätzlich austrocknet und beim Einschmelzen die Platte undurchsichtig macht. Man kann die flüssige Masse natürich auch durchsieben aber das giebt immer "Geschmiere". Außerdem verhindert alte Acrylfarbe (je nach Marke) dass man neue Farbe gleichmäßig verteilen kann. Manchmal löst sich die "Kruste" und bleibt schon beim Ausrollen an der Walze hängen.

    So zum Schluss noch eine Anmerkung:

    Die Gelplatte kann man auch (fast) ohne Alkohol herstellen.

    https://www.youtube.com/watch?v=h9taUh073vQ

    Dafür einfach die Alkoholmenge durch Glyzerin ersezen. Hab ich gemacht die Platte hält seit 4 Wochen. Vorsichtshalber habe ich ein Schnappsglas Alkohol dazu gegeben.

    Ich muss zugeben, so ganz hab ich mich nicht getraut. Ob diese kostengünstigere Platte genauso lange hält wird sich noch zeigen.

    Noch ein Tipp zum Kauf der original Gelli Plate. Es lohnt sich im Internet zu stöbern Mittlerweile sind sie billiger geworden. Wer die Gelplatte online auf einer englischen "Crafter" Seite kauft, kommt oft günstiger weg.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Jackie,
      vielen Dank für die ausführlichen Tipps und die Erfahrungen, die Du mit den selbstgemachten Platten gemacht hast. Ich kann mir auch gut vorstellen, mit weniger Alkohol auszukommen. Bin da auch noch in der Testphase :) Vor Allem stört mich, dass die selbstgegossenen Platten so doll kleben…
      LG
      Kristina

      Löschen

Die Sicherheitsabfrage muss sein, leider…ich werd sonst mit Quatsch zugemüllt und das ist doof. Aber über "echte" Kommentare von Euch freue ich mich! LG Kristina

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...