Mittwoch, 29. April 2015

Limeria goes Dinkelsbühl


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Am 1. Mai ist es wieder soweit: Die Patchworktage 2015 beginnen. Dieses Mal ist die deutsche Patchworkgilde zu Gast in Dinkelsbühl und ich freue mich, dass wir unsere "Textilen Dialoge" bei dieser Gelegenheit im Süden Deutschlands noch einmal zeigen dürfen. Ihr findet die Miniatur Quilts in der Schranne. Ich selber schaffe es leider nicht dieses Jahr, bin aber schon gespannt, was die anderen Mitglieder der Gruppe berichten, wenn wir uns das nächste Mal treffen.

Falls ihr die Patchworktage besucht, wünsche ich Euch viel Spaß!

On May 1, the "Patchworktage 2015" - a big event around patchwork and textile art, organized by the German guild - open their doors. This year it is hosted in Dinkelsbühl and I am delighted that we can show our "Textile Dialogues" in Germany`s South once again. You can find the miniature quilts in the "Schranne", one of the places where the exhibitions and shops are located.  Unfortunately I myself can not make it this year, but I am already curious about what the other members of the group will report, when we meet next time.

If you`re going to visit the "Patchworktage", I wish you lots of fun!




Sonntag, 19. April 2015

Frühlingspostumschläge - Envelopes for the Spring Mail Art Project


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An diesem Wochenende verkrümele ich mich wieder in "mein" Atelier. Ich möchte die Zeit dazu nutzen, angefangene Dinge fertigzustellen, in meinen Stoffen zu graben und zu Nähen und meinen Beitrag für die Frühlingspost zu erstellen.
Die Umschläge sind schon fertig, ich mag es ja bekanntlich Bunt und da ich mich um Reduzierung meiner Papierstapel bemühe, habe ich mich daran erinnert, wie wir in der Schule früher immer unsere Bücher und Hefte mit Fotos aus Zeitschriften und Katalogen beklebt bzw. eingeschlagen haben. Für meine Umschläge habe ich Seiten der Flow verwendet.

This weekend I`m spending time in "my" studio again. I would like use the time to finish some things, to dig into my fabric boxes and sew a little. And I want to make my contribution to the spring mail art project .
The envelopes are already done, as you know, I like it colorful and since I am trying to reduce my paper stack, I remembered how we used to decorate our books and booklets with photos from magazines and catalogs in school. For my envelopes I used some pages of the Flow magazine.

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Ich habe die einzelnen Seiten mit Masking Tape und Klebestift zusammengeklebt, so entstanden mehrere große Bögen.

I have stuck the pages together with masking tape and gluestick, so I got several large sheets.

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Einen passenden Umschlag habe ich aufgeklappt und die Umrisse auf ein Stück Pappe nachgezeichnet und ausgeschnitten. Mit dieser Schablone habe ich mir dann die Bereiche, aus denen die Umschläge werden sollen markiert. Wollt Ihr es perfekt, dann nehmt für die Schablone eine stabile transparente Folie- dann könnt ihr genau bestimmen, was auf die Vorderseite der Umschläge drauf soll.

I spread out a matching envelope, traced the outline on a piece of cardboard and cut it out. With this template, I then marked the areas that are going to be the envelopes. If you want it perfect, then take a stable transparent foil for the template- then you can see exactly what the front of the envelopes will look like.

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Dann schön ausschneiden…

Cut out your papers …

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…und die Umschläge wieder zusammenfalten.

... and fold the envelopes.

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Mit ein wenig Bastelkleber festkleben…

A little craft glue to stick it together …

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…und fertig! Dieses Mini-Recycling-Projekt ist nicht neu, aber ich mag sowas immer wieder gern :)

... and you're done! This mini-recycling project is not new, but I really like this kind of stuff :)








Samstag, 18. April 2015

Frühling Mail Art - Spring Mail Art

Wenn man von einer längeren Reise zurückkommt, hat sich oft ein großer Stapel ungeöffnete Post angesammelt. Wie schön, dass ich dieses Mal das Vergnügen hatte, neben Rechnungen und Werbung auch ein paar Umschläge mit wunderschönen Frühlingspostkarten öffnen zu dürfen! Die diesjährige Frühlings Mail Art Aktion - erdacht von Michaela und Tabea - dreht sich um Buchstaben.

When you come back from a long trip, often a large stack of unopened mail has accumulated. This time I had the pleasure to open amongst invoices and junk mail also some envelopes with beautiful spring postcards! This year's Spring Mail Art Action - conceived by Michaela and Tabea - is about letters.

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Die ersten Buchstaben des Wortes "Frühling" sind schon da und ich bedanke mich schon einmal ganz herzlich bei Eva, Sigrid, Petra und Anja für die tolle Frühlingspost.
Ich bin auch noch dran mit meinem Buchstaben und habe mir Zeit an diesem Wochenende dafür reserviert. Aber die Briefumschläge habe ich schon :)

The first letters of the word "Frühling" ("Spring") have arrived already and I want to say Thank You to Eva, Sigrid, Petra and Anja for the great spring post.
Soon it will be my turn to come up with hand designed letters and I have reserved time for this weekend. The envelopes are already glued together and are waiting to be filled :)







Donnerstag, 16. April 2015

Über Awards, Fragen und Antworten, ein schönes Blog und Stoff, der endlich zu Ehren kam...

Heute möchte ich Euch mit Mareike und Moni vom Blog ALLtäglich bekanntmachen. Die beiden sind ein familiäres Kreativ-Duo, was ich besonders cool finde. Bei ALLtäglich geht es um Genähtes, Papier und Buchbinden, Kalligrafie und Schrift, Gebasteltes und natürlich darf auch ein Schuss Familiäres nicht fehlen. Am besten schaut Ihr selbst mal vorbei "KLICK". Moni und ich haben sogar mal vor richtig vielen Jahren einen großartigen Workshop in Lauenburg von Birgit Nass und Marí-Emily Bohley besucht, wir kennen uns sozusagen "in Echt". Wer weiß, vielleicht treffen wir uns da mal wieder, wenn Termin und Thema passen? Lust hätte ich schon… :)
Und Auf die Idee, diesem Blog einen Extra-Post zu widmen kam ich, weil ich von den beiden vor sehr sehr sehr sehr langer Zeit einen Award verliehen bekam. Awards funktionieren meistens so, dass man- hat man einen solchen erhalten- den virtuellen Preis an andere Blogs weiterverleiht, also sozusagen Leseempfehlungen ausspricht. Zumeist für Blogs, die noch keine so große Leserschaft haben. Darüber habe ich mich total gefreut; nun war an speziell diesen Award die Aufforderung geknüpft, sich 11 Fragen auszudenken, die die Nominierten dann beantworten um dann ihrerseits den Award weiterzureichen mit neuen Fragen und so weiter. 
Und so verging die Zeit.
Viel Zeit.
Ich habe zum Einen gemerkt, dass ich auf die Schnelle gar nicht so viele Blogs zusammenbekam, die mir gut gefielen und die den Preis nicht schon einmal bekommen hatten, um den Award weiter zu reichen. Und ich wollte auch nicht einfach auf`s Geratewohl irgendwen nominieren…
Zum Anderen habe ich mir das Hirn zermartert, welche 11 Fragen ich mir wohl ausdenken könnte, die für so viele verschiedene Leute irgendwie Sinn machen und bei deren Beantwortung man auch etwas Spannendes über die jeweiligen Blogger/innen erfährt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Dieser Post blieb liegen. 

Da ich mich nun aber doch für das ausgesprochene Lob der Beiden bedanken möchte, habe ich mir 11 Fragen überlegt, die ich den beiden gestellt habe, damit Ihr ein wenig mehr über die Macherinnen vom ALLtäglich Blog erfahren könnt.

Fragen an Mareike und Moni:

Was waren die Beweggründe, eure beiden Blogs zusammenzulegen?

Mareike: Eigentlich frage ich mich heute, warum wir je mit zwei Blogs gestartet sind. Meine ganze kreative Karriere hindurch arbeite ich mit Moni zusammen, durch sie bin ich in diesen Beruf hineingewachsen, im wahrsten Sinne des Wortes (meine erste Veröffentlichung hatte ich mit zarten fünf Jahren, als ich am mütterlichen Schreibtisch ein Fimo-Knetfigürchen mitbastelte). Wir arbeiten gerne zusammen, in den Details ergänzen wir uns sehr gut, aber bei den großen Linien sind wir uns meist einig: von der Blog-Zusammenlegung versprachen wir uns also einerseits mehr Vielfalt, ohne jedoch zu große Stilsprünge zu haben. Andererseits war uns wichtig, den Blog regelmäßiger zu befüllen. Ist Moni unterwegs, schreibe ich; komme ich wegen der Kinder nicht dazu, kümmert Moni sich um den Blog - und in der Zwischenzeit schreiben wir gemeinsam. 

Moni: Hauptsächlich, weil jede einen "halb gefüllten" Blog hatte - und sich bei Beiträgen von den Kindern manchmal schiere Dubletten ergaben.

Anmerkung meinerseits: hier ist der Link zu Monis altem Blog…lohnt sich auch :)


Welche Aspekte beim "Kreativ-Bloggen" sind für Euch besonders wichtig?

Mareike: Wir zeigen tatsächlich nur das, was wir lieben, uns Spaß macht, was uns gefällt. Einerseits geben wir also einen Einblick in unser Schaffen. Andererseits versuchen wir auch verstärkt, anderen die Möglichkeit zu geben, über Tutorials einen Zugang zur eigenen Kreativität zu finden.
  
Moni: Ich glaube fast, dass das so ein bisschen mein Ersatz für den Einbruch in der Zeitschriftenbranche ist? Dadurch bin ich es auch gewohnt, Anleitungen zu meinen Sachen zu schreiben. Es ist schön, wenn man andere für das begeistern kann, was man selbst gerne macht. Und wenn man sieht, dass man anderen damit Freude machen kann. Nette Kommentare sind der Blogger-Lohn.


Habt Ihr Ambitionen, irgendwann "Bloggen als Business" zu betreiben?

Mareike: Das Bloggen an sich eher nicht, allerdings fände ich es schön, wenn sich aus dem Blog heraus irgendwann auch (bezahlte) Arbeit generieren ließe - in welche Form auch immer. 

Moni: Ach ja, wenn sich daraus irgendwas ergeben würde - warum nicht? Wobei ich da in erster Linie dann nur noch als "Mareike-Unterstützerin/Helferin" fungieren würde.

Ihr beide kommt aus dem Profi-Kreativbereich. Was waren/sind da Eure Themenschwerpunkte und welche Ausbildung(en) habt Ihr zuvor absolviert?

Mareike: Keine. Meine Ausbildung hieß tatsächlich: übe und lerne. Angefangen habe ich so etwa mit 15: zuerst waren es nur einzelne, vorgegebene Modelle, dann wurde es schnell mehr. Mein Schaffensschwerpunkt waren und sind die Entwürfe und Arbeiten mit Papier. Eine Ausbildung habe ich dann trotzdem noch gemacht: Kulturwissenschaften habe ich studiert und anschließend einige Zeit als Lektorin gearbeitet. Das habe ich mit der Geburt meines Sohnes allerdings an den Nagel gehängt und bin wieder in den Kreativbereich zurückgekehrt. Dort hatte ich mich eh von jeher viel wohler gefühlt. 

Moni: Eigentlich bin ich Damenschneiderin. Nach der Lehre fing ich bei damals "dem" Modeverlag zu arbeiten an. Als dort 1977 die Bastelredaktion aus der Taufe gehoben wurde, war ich vom ersten Tag an mit dabei, bis zur Geburt von Mareike 1982. Danach fing ich dann ziemlich bald als freie Mitarbeiterin wieder an, zuerst nur hie und da etwas und ab 87 dann ganze Hefte. Themenschwerpunkte gab es nie wirklich, es mussten ja alle Techniken und Materialien bedient werden, aber Papier liebe ich schon besonders.


Inwiefern haben die Projekte, die Ihr "zum Geldverdienen" umgesetzt habt (oder gerade bearbeitet), Eure freie kreative Arbeit beeinflusst?

Mareike: Beide Bereiche beeinflussen sich ständig. Muss ich zum Beispiel auftragsmäßig ein neues Material ausprobieren und es gefällt mir, werde ich es auch privat weiter benutzen. Anders herum sind auch die Auftragsarbeiten nie ganz frei von den Dingen, die mich privat gerade beschäftigen. 

Moni: Ja, dem stimme ich zu. Manchmal genieße ich es aber auch, wenn ich etwas machen kann, wie ich will und nicht immer schon im Hinterkopf haben muss, dass es auch zu beschreiben sein muss oder ich nicht zu viele verschiedene Materialien verwenden kann usw.


Wie viel Zeit wendet Ihr für Eure Kreativ-Projekte in der Woche auf?

Mareike: Abends, wenn ich Kinder schlafen, ist meine Schaffenszeit. Und manchmal am Wochenende. Es ist schwer abzuschätzen, auf wie viele Stunden ich da komme. Aber es ist mir eigentlich immer zu wenig. 

Moni: Wenn ich Aufträge habe, rund um die Uhr. Aber auch wenn Flaute ist ein paar Stunden (fast) jeden Tag.

Arbeitet Ihr an mehreren Projekten gleichzeitig oder eher nur an einem, welches dann auch konsequent beendet wird, bevor das nächste folgt?

Mareike: An mehreren. Aber meistens nur an einem pro Technik: ich habe also einen Pulli zugeschnitten, ein Scrapbook unvollendet und ein halbgesägtes Regal im Keller

Moni: An mehreren. Es liegt eigentlich immer mindestens ein angefangenes Gestrick da. Und auch am Schreibtisch ist es mehr als ein Projekt.

Stichwort UFO (unfinished object): Gibt es da etwas, das schon lange auf seine Fertigstellung wartet, und wenn ja, was ist es?

Mareike: Oh ja, leider. Ich versuche, jedes Jahr über eine Woche hinweg unseren Alltag zu dokumentieren und in einem kleinen Scrapbook festzuhalten. Bisher klappt das auch ganz gut, allerdings liegt das von 2012 noch immer in Einzelteilen herum. In der Tüte schlummern alle Fotoabzüge, die meisten Texte und die Einzelseiten der ersten drei Tage. Irgendwie habe ich das nicht mehr geschafft, bevor Ronja geboren wurde - und als sie dann da war, hatte ich noch viel weniger Zeit. Dann waren andere Sachen immer wichtiger; und je mehr Zeit ins Land geht, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass ich das Buch jemals noch vollenden werde

Moni: Auwei:-( Ein aktuelles UFO ist ein Scrapbook für meinen Bruder an dem ich immer mal wieder eine Seite mache. Und noch viel ältere Sachen, z. B. Stickmotive (sind fast alle fertig), die ich mit Spitze zusammen zu einer Tischdecke nähen wollte. Oder ein wirkliches UFO: ich wollte meinen Kindern damals ein Stoffbuch machen. Die erste Seite ist fertig geworden und die war so aufwändig, weitere Seiten kamen nicht über den Entwurf hinaus. Aber diese eine wurde - zwar anders, als vorgesehen;-) - bespielt und liegt immer noch hier!


Wenn Ihr je drei "Freikarten" für unterschiedliche Workshops, Weiterbildungen etc. geschenkt bekämt- welche Künstler/innen, Kreativen würdet Ihr gerne kennenlernen?

Mareike: Diese Frage zu beantworten fällt mir gerade richtig schwer, da es bei mir momentan eher die Techniken sind, die ich gerne erlernen würde, als bestimmte Künstler, die ich kennenlernen will. So würde ich gerne Schreiben, Buchbinden, mit Papier arbeiten, Möbel bauen (sic!)... bei einem guten Lehrer, das ja, aber auf eine bestimmte Person wäre ich da nicht festgelegt - noch nicht, denn das käme bestimmt, wenn ich tiefer in die Materie eintauchen könnte.

Moni: Oje, ich würde alle drei am liebsten für Birgit/Marí/Frank-Kurse verwenden - und da dann am liebsten alle paar Wochen einen. 


Gibt es eine künstlerische/kunsthandwerkliche Disziplin, die Ihr gerne lernen wollt, an die Ihr Euch bisher  aber noch nicht rangetraut habt?

Mareike: Viele. Ich würde gerne schön schreiben können, das denke ich oft. Daneben würde ich gerne mehr mit Holz machen, allerdings fehlt mir da einfach der Platz. Eigene Schnitte entwerfen würde ich gerne, vielleicht auch mal mit Stoffdruck experimentieren... Mir würde da so einiges einfallen. 

Moni: Ganz vorne: Siebdruck! Und andere Druck- und Färbearten. Mit Stein arbeiten, Beton, ...


Welche Bücher nehmt Ihr immer wieder zur Hand, um für ein Projekt Techniken, Tricks und Kniffe nachzuschlagen?

Mareike: Ganz ehrlich: keines. Ich bin da ein Kind des Internets - dort findet man schon ziemlich viel. Ansonsten probiere ich einfach aus oder frage jemanden, der es vielleicht wissen könnte. Und wenn das alles nicht fruchtet, dann suche ich mir ein Buch. Und das passiert tatsächlich in genau dieser Reihenfolge: als kürzlich meine Nähmaschine nicht mehr so wollte wie ich, musste ich erst die ganze Reihe abarbeiten, bis ich mal darauf gekommen bin, in der Bedienungsanleitung nachzuschlagen.... grumpf. 
Allerdings schaue ich trotzdem unheimlich gerne Bücher an. Aber eher, um Eindrücke zu sammeln, Ideen zu bekommen, anderes zu sehen.


Moni: Hmm, ich glaube, für Tricks und Kniffe muss bei mir auch zuerst das Internet herhalten. Zur Inspiration greife ich öfters zu "making handmade books" von Alisa Golden oder "Mut zum Skizzenbuch" von Felix Scheinberger. Dann blättere ich noch SEHR gerne in der "Wunderkammer" von Birgit und Massimo oder auch (ohne Schmus!!) in den "Schriftbildern" von dir, Birgit und Oliver. Wo ich auch oft reingucke, sind die "Craft-Stamper", ein Magazin aus England. Aber eigentlich schmökere ich am liebsten mit meiner Schwester in den Büchern und Heften - und dann fangen wir an, rumzuschmaddern und klecksen und machen... (so wie hier: "KLICK!"


Vielen Dank, liebe Mareike und Moni, dass Ihr euch die Zeit genommen habt, meine Fragen zu beantworten!
Ach, übrigens: Die Idee mit der "Wundertüte", dem durch`s Land reisenden Kreativ-Paket stammt auch von den Beiden und ich möchte Euch noch schnell zeigen, was aus meinem Stoff geworden ist, den ich in das "Startpaket" getan habe: Ist das nicht super???





alle Bilder: ALLtäglich

Wenn Ihr wissen wollt, was es mit dieser Werkzeugrolle auf sich hat : "KLICK"!







Dienstag, 14. April 2015

Ein kleines Skizzenbuch- a little sketchbook


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Das ist ein kleines Skizzenbuch, welches ich mit meinem Bucheinbandstoff beklebt habe. Das Kaschieren der Pappen hat sehr gut geklappt- Dank des Japanpapiers ist kein Leim durch den Stoff durchgeschlagen. Tabea hat angemerkt, dass sie auch gute Ergebnisse beim Kaschieren der Deckel ohne Zwischenpapier erzielt hat- ich schätze, wenn der Leim nicht zu wässrig und der Stoff fest genug ist geht das auch- falls hier jemand mitliest, der- im Gegensatz zu mir- auf professionellerem Niveau Bücher herstellt: Ist das Papier wirklich nötig, oder geht das noch einfacher oder besser? Tipps sind willkommen!

This is a little sketchbook, which I covered with my book cloth. The lamination of the boards came out very good - thanks to the Japanese paper no glue seeped through the fabric.
Tabea has noted that she had also achieved good results in the lamination of the covers without the paper - I guess if the glue is not too watery and the fabric is tight enough it will work, too - if there`s someone reading this who is -unlike me- in bookbinding on a more professional level: Is paper really necessary, or is there a way to do this easier or better? Tips are welcome!

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Als Bucheinband macht sich der Kaffe Fassett Stoff sehr schön, finde ich. Leider habe ich vergessen, wie er heißt und ob es diesen Stoff noch gibt…

I like the Kaffe Fassett fabric for this project. Unfortunately I forgot what it is called and if it is still available ...

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Ja, ich weiß schon, perfekt ist anders :)
Ich hätte bei der Zusammenstellung der Papiere besser darauf achten sollen, dass die sehr dicken Seiten gleichmässiger im Buch verteilt sind.

Yes, I know, perfect is different :)
I better should have made sure in compiling the papers that very thick sheets are evenly distributed in the book.

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Aber mein Stapel diverser Papierreste ist wieder erheblich geschrumpft!

But my stack of various pieces of paper has considerably shrunk again!














Freitag, 10. April 2015

Einbandstoff zum Buchbinden selber herstellen- Making archival book cloth

Während die Urlaubsnachbereitungen noch andauern, versuche ich trotzdem mit der Bloggerei aufzuholen. Und ich möchte Euch doch gerne noch zeigen, was ich während meiner letzten Kreativ-Auszeit so gebastelt habe:

While the holiday postprocessing is still going on, I try to catch up with blogging. And I would still like to show you what I made during my recent Art Retreat:



Bevor ich Anfang Februar zu meinem Atelier-Wochenende aufgebrochen bin, musste ich erst einmal einen Moment innehalten und überlegen, was ich denn in den drei Tagen überhaupt machen wollte. Malen oder Drucken, Quilten, Nähen, Bücher binden, Zeichnen… Soviel angefangene Projekte, Inspirationen und Ideen hatten sich mit der Zeit angesammelt… Und ich wollte die drei Tage natürlich auch richtig ausnutzen und ganz viel schaffen.

Letztlich habe ich mich für`s Buchbinden entschieden. Die Sketchbookery-Class ist ja noch nicht lange vorbei und ich hatte Lust auf noch mehr verschiedene selbst gebundene Bücher. Während des Online-Kurses habe ich ganz ganz viele Bücher von anderen Teilnehmerinnen gesehen und eine Dame erwähnte nebenbei, Sie hätte sich den Einbandstoff (oder heißt das Buchbindeleinen auch wenn`s kein Leinen ist?) für ihr Buch selber hergestellt.
Interessant.
Zum Einen, weil die Farbauswahl bei fertig gekauftem Bucheinbandgewebe eingeschränkt ist und zum Anderen habe ich mir für dieses Jahr geschworen, KEIN EINZIGES STÜCK STOFF ZU KAUFEN. Ich besitze Berge von Stoffen und werde jetzt einfach mal das benutzen, was ich habe.

Before I left for my studio weekend in early February, I first had to stop and think about for a moment  what I wanted to do. Painting or printing, quilting, sewing, binding books, drawing ... So much commenced projects, inspirations and ideas had accumulated over time ... And I wanted to get the most out of the three days of course and create quite a lot.

Ultimately, I decided to go for bookbinding. The Sketchbookery-Class is still on my mind, and I felt like making some more different self-bound books. During the online class I have seen very, very many books by other participants and one lady casually mentioned she used self-made book cloth for her sketchbook. 
Interesting. 
On one hand the range of colors is limited when purchasing commercial book cloth and on the other hand I have sworn for this year, NOT TO PURCHASE ONE SINGLE PIECE OF FABRIC. I have huge fabric stashes and now I want to just use what I have.

Bucheinbandstoff wurde ursprünglich als preiswerte Alternative zu Leder verwendet um Bücher dekorativ und haltbar zu binden. Damit kein Klebstoff in den Stoff einziehen kann und auf die Vorderseite durchschlägt und um eine Verformung des Gewebes zu verhindern, ist die Rückseite der Bucheinbandgewebe mit dünnem Papier bezogen.

Book cover fabric was originally used as an inexpensive alternative to leather to bind books decorative and durable. To ensure that no adhesive can ingress into the fabric and seep to the front and to prevent deformation of the fabric, the back of the book cover fabric is covered with thin paper.

Auf meiner Suche nach einer entsprechenden Anleitung bin ich auf diese Methode gestoßen und habe das dann einfach mal ausprobiert. Und da es geklappt hat, gibt es hier flugs die Anleitung:

In my search for an appropriate procedure, I came across this method and tried it. And since it worked, here are the instructions:

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Das sind die Stoffe, die ich mir ausgesucht habe. Baumwollstoffe in Patchworkqualität. Meine sind nicht vorgewaschen- das wird allerdings allgemein empfohlen. Mit selbstgestalteten Stoffen kann ich mir das auch total gut vorstellen...
Ausserdem benötigt Ihr noch:

eine Glasscheibe
dünnes Japan oder Chinapapier
Buchbinderleim
ein Palettmesser
Schere
dünnes Papier zum Unterlegen (Zeitung oder so)

These are the materials I have chosen. Cotton fabric in patchwork quality. Mine are not prewashed- however this is generally recommended. I think with custom designed fabrics it will work too...
In addition, you will need: 

a glass pane  
thin Japan or China paper 
bookbinding glue
a palette knife 
scissors
scrap paper or newsprint to cover your workspace

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Die gebügelten Stoffstücke werden mit der rechten Seite nach unten auf die Glasscheibe gelegt.

The ironed fabric pieces are placed with the right side down onto the glass.

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Schneidet ein Stück Japanpapier zurecht, dass größer als die Stoffe ist. Das Papier sollte auf jeder Seite  ein paar Zentimeter länger sein als der Stoff.

Cut a piece of Japanese paper that is larger than the fabric pieces. The paper should be a few inches longer on each side than the fabric.

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Dieser Kleber wird speziell zum Buchbinden empfohlen. Wenn die Alterungsbeständigkeit nicht so wichtig ist, eignet sich normaler Holz- oder Bastelleim wahrscheinlich auch (das habe ich aber nicht probiert)

This adhesive is specially recommended for bookbinding. When the aging resistance is not important I think normal wood or PVA glue will probably do the job, too... (but I have not tried)

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Das Japanpapier auf ein sauberes Stück Papier legen und vorsichtig aber zügig mit einer dünnen Schicht Leim bestreichen. Wichtig ist, darauf zu achten, dass keine freien Stellen im Papier bleiben. Ich habe ein Palettmesser dafür verwendet, den ersten Versuch mit einem Borstenpinsel habe ich in den Müll geworfen. Der Leim ließ sich nur sehr schwer dünn ausstreichen und das Papier ist mir dann aufgeweicht und gerissen.
Ein weiterer Vorteil des Palettmessers: Das lästige Pinselauswaschen entfällt :)
Beginnt von der Mitte des Papiers und streicht den Kleber zu den Rändern.
Put the Japanese paper face down onto a clean piece of scrap paper and gently but quickly spread a thin layer of glue. It is important to make sure that no areas remain free of glue. I used a palette knife because the first attempt with a brush I've thrown in the trash. The glue was very difficult to apply evenly and I ripped the paper.
Another advantage of the palette knife: You don`t have to clean any brushes :)
Start from the center of the paper and apply the glue using outward strokes.

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Jetzt kommt der Teil, für den ich mir kurzzeitig ein zweites Paar Hände gewünscht hätte: der mit Kleber bestrichene Papierbogen wird jetzt über den Stoff gelegt und ohne Falten von Innen zu den Kanten hin glattgestrichen und leicht angedrückt. Luftblasen nach aussen verstreichen!

Now comes the part for which I would have wished for a second pair of hands: the glued paper is now put over the fabric and smoothed without wrinkles from the inside out while lightly pressing.
Pass any air bubbles out the edges!

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Das überstehende Papier klebt jetzt auf der Glasscheibe fest und wird verhindern, dass sich der Stoff beim Trocknen verzieht, wenn das Papier schrumpft.

The outer edges of the paper now stick firmly to the glass and prevent warping when the fabric dries and the paper shrinks.

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So sieht das dann von Vorne aus. Durch die Glasscheibe kann man sehen, ob der Leim durch den Stoff durchgeschlagen ist.
Ich habe meine beiden Glasscheiben dann über Nacht zum Trocknen gestellt.

This is how it looks from the front. Through the glass pane you can see if the glue seeped through the fabric.
I then left my two panes of glass to dry overnight.

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Am nächsten Tag konnte ich den Stoff/Papierbogen dann vorsichtig von der Glasscheibe ablösen.

The next day I was able to carefully remove the cloth / paper sheet from the glass pane.

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Ein paar kleine Klebstoffflecken sind entstanden, aber ich bin sehr zufrieden mit dem ersten Versuch.

A few small glue stains occurred, but I am very happy with the first attempt.

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Das überstehende Papier wird dann abgeschnitten.

The protruding paper is then cut off.

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Papier und Stoff sind jetzt gleichmässig miteinander verklebt.

Paper and cloth are now glued together evenly.

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Diese beiden hier sind Lieblingsstoffe von Kaffe Fassett, die schon seit Jahren in meinen Stoffkisten rumliegen.

These two here are favorite fabrics from Kaffe Fassett which have been lying in my fabric boxes for years.

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Die fertigen Bucheinbandstoffe sollten gerollt (am besten auf einer Papprolle) gelagert werden, damit keine Knicke entstehen.

Ein kleines Skizzenbuch mit meinem selbstgemachten Bucheinbandstoff ist schon fertig- zeige ich euch demnächst!

The finished bookbinding materials should be (optimally on a cardboard tube) stored rolled, so that no kinks develop.

A small sketchbook with my homemade book cover fabric I have already finished- I will show you soon!



Donnerstag, 9. April 2015

Wieder im Lande- At Home again


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Da sind wir wieder. Nach fünf langen Reisewochen in denen ich ganz brav meinen Computer und diverse fast fertiggestellte Blogbeiträge durch halb Europa geschleift habe und festgestellt habe, dass es nicht überall auf der Welt schnelle, stabile Internetverbindungen gibt, habe ich hier dann ganz einfach mal Pause gemacht.
Jetzt heißt es erst einmal Wäsche waschen, mobiles Ferienhaus ausräumen und putzen, Terabytes an Bildern sichten und Steine, Kiesel und Muscheln sortieren.

Oh, und Post öffnen! Die ersten Frühlingsmailartumschläge sind schon bei mir eingetroffen und ich werde mich in den nächsten Tagen an meinen Beitrag zur Aktion machen- au ja!

Here we go again. After five long traveling weeks in which I bravely dragged my computer and several nearly finished blog posts across half of Europe and have noticed that fast, stable internet connections cannot be taken for granted everywhere in the world,  I simply took a break from blogging. For now, I have to do laundry, clean our motor home, sift through terabytes of images and sort stones, pebbles and shells.

Oh, and open the mail! The first letters of the Spring Mail Art Project 2015 have already found their way to my mailbox and in the next few days I`m going to make my contribution to the project!




Mittwoch, 1. April 2015

April

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Merkt Ihr es auch? Es wird Bunt! Zum leuchtenden Hellgrün gesellt sich jetzt auch schon ein sattes Blattgrün und auch Frühlingsblumen legen sich in`s Zeug.

Vielen Dank an Christine für das Kalenderblatt diesen Monat. Ein weiterer Gelatinedruck anlässlich der Adventspost 2014.
Schaut mal in der Buntpapierfabrik vorbei- viele Inspirationen rund um Papiere und Muster erwarten Euch.

Have you noticed? It is getting more and more colorful all around! The bright light green is been joined by a lush leafy green and spring flowers are in bloom.

Thanks to Christine for the calendar page this month. Another gelatin print from the
Advent Post 2014th.
Visit the Buntpapierfabrik Blog - many inspirations about papers and patterns are waiting for you.





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