Mittwoch, 29. Juni 2016

Schwarzweißes Gekringel...mein Quilt ist fertig!

Endlich! Ganze 2 Jahre habe ich gebraucht, um dieses Werk zu vollenden... oh Mann. Deshalb bin ich in erster Linie froh, dass ich zur Abwechlung mal ein Projekt abschliessen konnte.
Im Gegensatz zu meinem gerade begonnenen Monsterhandnähpassacaglia Quilt, den ich die nächsten Jahre gemütlich vor mich hin nähen kann, sollte man freie Arbeiten doch eher nicht so lange liegenlassen. Jedesmal, wenn ich das Material zu diesem Quilt nach Wochen oder Monaten wieder hervorgeholt habe, musste ich mich wieder komplett neu eindenken und Entscheidungen, die vorher gut waren, hätte ich manches Mal anders getroffen...
Nun ja. Das ist halt einer der großen Unterschiede zwischen der textilen Arbeit und Malerei- Veränderungen lassen sich spontaner umsetzen.
Aber Zeigen tu` ich ihn trotzdem!

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Das Foto ist nicht das Beste, aber so sieht das Teil jetzt aus. Größe: ca. 130 x 125

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Angefangen habe ich damals mit Schneckennähen in Schwarz/Weiß.

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Der Hintergrundstoff war eine Mehlkleisterfärbung. Und überhaupt sind in diesen Quilt ganz unterschiedliche Stoffe gewandert: Gekaufte, bemalte, gefärbte, gesiebdruckte...

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...und auch alte Klamotten habe ich mit verarbeitet.

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Das Quilten war auf meiner kleinen Maschine nicht wirklich zufriedenstellend machbar- Andreas vom Quilthouse Hamburg hat mir netterweise für ein paar Stunden dieses Schätzchen hier überlassen (ich kann Euch sagen- DAS ist richtig cool! Mit der Longarm habe ich als absolute Anfängerin in 3 Stunden das geschafft, was sonst tagelang gedauert hätte)

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Nicht, dass es perfekt geworden ist :)

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Und zum Abschluss habe ich das allererste Mal noch gestickt! Ha- schief aber schön...





Freitag, 24. Juni 2016

Mein La Passacaglia Quilt: Die erste Rosette in Einzelteilchen


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Alle Einzelteile für Rosette Nr. 1 sind nun fertig vorbereitet und ein paar habe ich schon zusammengestichelt. Das Tütchen nehme ich jetzt mal so wie es ist mit in`s Wochenende- mal schauen, ob sich Handnäherei in die Familienaktivitäten integrieren lässt.

Ein schönes Wochenende für Euch!

Dienstag, 21. Juni 2016

Mein La Passacaglia Quilt: Stoffauswahl - von Muffins zu Millefiori

Neue Projekte anzufangen ist ja immer etwas Feines und ich bin gerade sehr motiviert, meinen EPP- Monsterquilt zu beginnen :)
Die eine oder andere überlegt, eventuell später mit einzusteigen und das ist natürlich immer möglich- ich hatte mir eh keinen festen Zeitrahmen "zum soundsovielten soll die Rosette Nr. soundso fertig sein" vorgenommen. Denn wenn wenn etwas so gar nicht zu dieser Art des Nähens passt, ist es Termindruck oder Stress. Aber trotzdem ist ein wenig Gruppenzwang bestimmt hilfreich (das schreibt Ute, die schon English-Paper-Näh-Erfahrung hat und auch mitnäht) Fein, nicht wahr?

Aber bevor es losgehen kann, müssen einige Vorbereitungen erledigt werden. Auf geht`s:

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Die Schablonen aus dem Buch habe ich gescannt und (ich konnte es mir nicht verkneifen) ein klitzekleines bisschen vergrößert. Nicht viel, nur ein paar Millimeter... :)

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Da mein Drucker keinen Einzelblatteinzug kann, leider, habe ich die Raute für die Mittelstücke der Rosetten von Hand auf Fotokarton übertragen. Ich hatte hier und da gelesen, dass festere Pappe wohl auch ganz angenehm sei zum Nähen und habe mich erst einmal dafür entschieden.
Natürlich kann man auch ganze Tüten mit superexakt geschnittenen Schablonen für diesen Quilt kaufen, aber das brauche ich nicht. Zeit zu sparen ist nicht mein Thema hierbei. (Geld einsparen allerdings schon :) )

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Die Teilchen sind wirklich winzig... (vielleicht hätte ich sie doch noch größer...)

Tja, und dann das Thema Stoffauswahl. Nun mangelt es mir definitiv nicht an Mengen diverser Stoffe unterschiedlichster Geschmacksrichtungen, aber nachdem ich meine Vorräte jetzt einmal gründlich umgegraben habe, fiel es mir doch ganz schön schwer, eine Farbauswahl zusammenzustellen.
Mein Plan war, meine unterschiedlichsten Musterstoffe für diesen Quilt zu verarbeiten und dabei immer gleiche Ausschnitte vom Muster zu wählen, so dass sich in den Rosettenformen kaleidoskopartige Effekte ergeben. In Fachkreisen nennt sich das wohl "Fussy Cut".
Nun habe ich aber von vielen Stoffen häufig nur 30 cm oder halbe Meterstücke und habe festgestellt, dass die Großgemusterten dafür dann direkt mal rausfallen, da ich nie genug Stücke einer Sorte zusammenkriege. Na gut, dann eben nicht. Auch für ein klares Farbschema habe ich mich nicht entscheiden können bislang. Ach, was soll`s - "Am liebsten Bunt" wird es schon funktionieren...

Aber einen Stoff habe ich dann doch noch gefunden, der schon sehr lange darauf wartet, verarbeitet zu werden:

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Hübsch, nicht war? Was mich da geritten hat, weiss ich echt nicht mehr...

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Neben den fertig zugeschnittenen Papieren kann man auch Acrylschablonen erwerben, die das Zuschneiden der kleinen Teilchen extrem erleichtern. (Zum Beispiel hier - Danke für den Tipp, liebe Sonja) Habe ich mir jetzt erst einmal nicht geleistet und mir aus dickem Kunstoff eine entsprechende Schablone für das erste Teil mit Nahtzugabe geschnitten. Violett ist nicht die günstigste Farbe- ich hatte nur grad nichts anderes da...

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Nachdem ich mir einen Ausschnitt ausgesucht habe, habe ich eine Markierung mit Bleistift auf meiner Kunststoffschablone gemacht...

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...so sieht man es besser. Diese hilft, die Schablone möglichst exakt anzulegen um gleich gemusterte Stoffstücke zu erhalten. Den Tipp hatte ich hier gefunden. Eine Anleitung in Englisch hat die liebe Florence auch dazu geschrieben.

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Ausgeschnitten sah das dann so aus. Noch kann man das Motiv erkennen...

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Das nächste, was ich mir erst einmal nicht gekauft habe, ist der spezielle Textilklebestift. Ich habe nämlich beschlossen, dann doch eine Abkürzung zu nehmen und die Stoffstücke nicht zu heften, sondern vorübergehend auf dem Papier aufzukleben. (Ob das "vorübergehend" gut funktioniert, wird sich ebenfalls noch herausstellen...)

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So, da sind sie nun, meine Ex-Muffins :) Das sieht auf jeden Fall schon mal ganz gut aus- mal sehen, wie es sich so Nähen lässt...

Wenn alle Stricke reißen, mach` ich halt ganz viele Untersetzer oder so...








Samstag, 18. Juni 2016

English Paper Piecing: La Passacaglia - Macht jemand mit?


Nach ganzen zwei Jahren habe ich es geschafft, mal wieder einen Quilt fertigzustellen. (Zeige ich Euch demnächst) Wuhuh! Ein angefangenes Projekt weniger im Schrank. Aber da ich offensichtich zu den Leuten gehöre, die ohne diverses unterschiedliches Angefangenes nicht sein können, habe ich mir direkt mal das nächste Patchwork-Projekt ausgesucht: English Paper Piecing.
Ja genau, das ist diese Sache mit den vielen kleinen Stoffstückchen, die um genausoviele noch kleinere Papierstückchen drumrumgeheftet und dann allesamt von Hand zusammengenäht werden. Sehr oft sieht man Hexagone in allen Farben und Mustern. Sehr schön!
Das Nähen von Hand hatte mich bislang allerdings abgeschreckt...
Und wie ich dann so zum Zeitvertreib durch meinen Instgramaccount stöberte und diverse Herzchen an diverse hübsch gepatchworkte Rosetten verteilte, habe ich dann mal die hashtags dazu gelesen (sehr praktisch dieses Internet) und unter #lapassacaglia war es dann um mich geschehen. DAS will ich ausprobieren!

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Da es sich bei diesem Vorhaben um ein etwas umfangreicheres Projekt handelt, habe ich mich zuerst mal ein wenig schlau gemacht.

"Passacaglia with Mr Penrose" ist der offizielle Name dieses Quilts. Entworfen hat ihn die niederländische Textilkünstlerin Willyne Hammerstein. In ihrem 2011 erschienenen Buch "Millefiori Quilts", wird dieser Quilt neben vielen anderen schönen Entwürfen vorgestellt. Den unzähligen Internetbeiträgen nach zu urteilen, ist dieser anspruchsvolle Quilt aber offensichtlich einer der beliebtesten Entwürfe aus diesem Buch.

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Hier habe ich noch eine Kopie des Buches erstanden- der Titel scheint mehr oder weniger vergriffen zu sein... Die Autorin selber näht zwar mit der Hand, aber wohl nicht mit der Papiermethode, soweit ich das gelesen habe.
Daher bietet das Buch auch keine Anleitungen zu den Grundlagen und Techniken des English Paper Piecing, sondern enthält neben den Vorlagen "nur" die "Montageanleitung" für die einzelnen Elemente.
Neulinge wie ich müssen sich da noch in anderen Büchern bzw. im Internet nach Anleitungen umschauen.

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Das hier zeigt eine der Rosetten, aus denen sich das Quilttop zusammensetzt.

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Im Grunde sind es nur 5 verschiedene Formen, die- farblich geschickt kombiniert- den "Millefiori-Effekt" von "tausend Blumen" entstehen lassen.

Mir erscheint, hier habe ich etwas gefunden, was ich prima in einem kleinen Täschchen mit in die Sommerferien oder auf den Spielplatz nehmen kann- sehr gut!

Ich werde demnächst mal ein kleines Probeteilchen nähen. Hat von Euch schon mal jemand "La Passacaglia" genäht oder hat auch Lust bekommen, sich an so ein Monsterprojekt zu wagen? Schätze, wir können uns dann die nächsten 10-15 Jahre darüber austauschen. Die Idee gefällt mir :)
Ich weiß nicht, ob ich den ganzen Quilt jemals fertigkriege, aber die Einzelrosetten geben zur Not auch spektakuläre Kissenhüllen ab :) Denkbar wäre auch die eine oder andere Stofftauschaktion- für diesen Quilt kann man die oberschrillsten Stoffe verwenden, die (wenn man die Ausschnitte geschickt auswählt) nicht wiederzuerkennen sind.

Also, ich wäre sehr interessiert an Tipps und Tricks rund um`s Thema English Paper Piecing im Allgemeinen und dem Passacaglia Quilt im Speziellen- meldet euch gerne!

So, und nun werde ich noch eine Runde Pappstückchen ausschnibbeln :)













Freitag, 17. Juni 2016

Neuer Workshop: Musterdruck und Stempeldesign bei Boesner!


Am Samstag, den 10. 9. 2016 wird wieder gestempelt! Ich freue mich sehr, nach langer Zeit mal wieder einen Workshop bei Boesner in Hamburg-West anbieten zu können.

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Wir wollen eigene Stempel designen und schnitzen. Ich zeige Euch, worauf Ihr achten müsst, wenn Ihr fortlaufende Muster entwerfen wollt um ganz besondere Papiere, Karten etc. zu gestalten.

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Mit Linolschnittwerkzeugen und den leicht zu bearbeitenden Factis Vinyl-Printblöcken geht es an`s Werk.
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Anmelden könnt Ihr Euch direkt bei Boesner (KLICK) Für Ideen und Anregungen habe bei Pinterest ein paar Bilder gesammelt.

Wenn Ihr Fragen zum Kurs habt, schreibt mir gerne eine Mail.



Ich freue mich auf Euch!




 

Mittwoch, 15. Juni 2016

Workshop mit Claudia Helmer und Claire Benn - Lines & Rows: Rhythm and Repetition


Nun wird es aber Zeit: Der Bericht von dem Workshop, den ich ich im April in Speyer besucht habe, steht ja noch aus - also, hier habe ich ein paar Fotos vom Kurs und Bilder meiner Stoffe, die in den drei Tagen entstanden sind.

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Beziehungen zwischen Farbe und Form, Rhythmus und Wiederholung sind Elemente, mit denen ich mich in meinen freien Arbeiten beschäftige. Deshalb hatte ich mich für diesen Kurs entschieden. Grundsätzlich kann ich sagen, dass meine Erwartungen an das Wochenende voll und ganz erfüllt wurden- wenn ich so darüber nachdenke, wurden sie eher noch übertroffen.
Das wunderbare Atelier von Brunhilde Scheidmeir hatte ich ja schon in einem Extra-Beitrag vorgestellt. Zwei Kursleiterinnen sind natürlich auch ein absoluter Luxus, zumal wenn es sich um so erfahrene Profis wie Claire und Claudia handelt. Und besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch die Tatsache, dass wir Kursteilnehmerinnen für die gesamte Zeit des Workshops auch noch von Brunhilde und Sabine Jeromin-Gerdts betreut wurden. Von so einem Betreuungsschlüssel träumt jede Kita :) Nein, im Ernst: DAS habe ich noch bei keinem Workshop so erlebt. Kursleiter und Teilnehmer können sich voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren- vom Essen und Getränken bis zu nachgefüllten Farbflaschen, zusätzlichen Materialien und natürlich auch diversen Tipps zu Techniken und so weiter- wir waren bestens versorgt.

Die nachfolgenden Fotos zeigen ein paar Impressionen vom Kurs- inhaltlich war dieser so komplex, dass ich an dieser Stelle gar nicht alles zeigen kann, was wir in den drei Tagen gemacht haben. Aber den kompletten Kursinhalt wiederzugeben ist ja auch nicht der Sinn der Sache.

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Übungen zur Motivfindung...

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...Gruppenausstellung...

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...und Möglichkeiten der weiteren Arbeit mit einzelnen Elementen bildeten die Grundlage für die folgenden Arbeiten auf Stoff.

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Arbeitstechniken und Werkzeuge wurden ausführlich demonstriert. Hier sehr ihr Claire bei der Arbeit...

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...und Claudia beim Zeigen einer anderen Technik.

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Breakdownprinting wurde sehr viel eingesetzt...

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...und da das Wetter mitspielte, hatten wir die Möglichkeit, viele eigene Siebe zu gestalten.

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Ich bei der Arbeit und ein paar Ausschnitte meiner Stoffe:

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Zwischendurch immer Bildbesprechung in der Gruppe.

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Und dann weiterdrucken :)

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Sojawachs. Eine echte Entdeckung für mich (kommt direkt auf die nie endende Liste der noch zu vertiefenden Techniken)

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Das sind die Farben, mit denen ich mich während des Kurses überwiegend beschäftigt habe.

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Und hier noch ein paar Übungen.

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Es war ein wunderbarer Kurs von dem ich viel mitgenommen habe. Vielen Dank an Claudia und Claire und Sabine und Brunhilde- Ihr wart super!





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