Donnerstag, 7. Juni 2018

Ich habe mir den Ozean gefärbt...und gebügelt


In meinem letzen Blogpost, wo ich euch ein paar Bilder aus meinem kleinen Atelier gezeigt habe, hatte ich es ja schon nebenbei erwähnt: Diverse Kisten mit Stoffen müssen aus Platzgründen verschwinden. Und so habe ich in den letzten Wochen nebenbei den größten Teil meiner gehorteten Stoffe (also, nur die Weißen meine ich jetzt...) gesichtet, in handliche Stücke geschnitten, sortiert und nach und nach gefärbt.

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Alle Stoffstücke, die später eine Farbreihe ergeben sollten, habe ich vorübergehend in Tüten verstaut und dann für jeden kinderfreien Färbevormittag eine oder mehrere hervorgeholt.

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Ich habe eine ziemliche stattliche Sammlung schöner Dammastbettwäsche aus Familienbeständen zusammengetragen. Diese Stoffe mit eingewebten Mustern sehen wunderschön aus- am schönsten in gebügeltem Zustand. Wahrscheinlich sind sie deshalb aus der Mode gekommen? Ich weiß, man soll ja nicht von sich selbst auf andere schließen, aber mal ehrlich, Bettwäsche bügeln? Och nö...

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Eine meiner Kisten mit den Färbeutensilien. Auch hier werde ich noch aussortieren. Meinen Plan, Färbekurse anzubieten, habe ich zwischenzeitlich wieder verworfen. Die Ausstattung, die ich dafür vorhalten müsste, nimmt einfach viel zu viel Raum ein. Das geht nur mit eigenem Kursatelier oder zumindestens mit geeigneten Lagerräumen. Also, weg damit!

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Ein paar Vorbereitungen gehören beim Färben schon noch dazu. Ich habe Listen, wo ich mir die Farbrezepte notiere. Ganz genau nachfärben will ich ja gar nicht (geht auch nicht wirklich), aber gerade weil man während des Färbens die Farbwirkung nicht richtig beurteilen kann, finde ich es für mich wichtig, Buch zu führen. Kleine Stoffproben hebe ich dann zusammen mit den Tabellen auf.

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Dieses Buch hier war sehr nützlich. Bei so viel Stoff musste ich erst einmal überlegen, welche Farben ich denn färben möchte. Da ich ja kein aktuelles Projekt im Sinn habe, habe ich mich an den abgebildeten Farbreihen orientiert und die Rezepte für mich umgeschrieben. Ich glaube, man bekommt es nur noch gebraucht...
Ich wollte vor Allem unbunte neutrale Farbreihen ermischen. Aber komischerweise sind ganz viele Blautürkismeeresfarben dabei herausgekommen... :)
Lieblingsfarben eben...

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Mehrere Ladungen solcher in Tüten verpackter Stoffe habe ich jeweils über Nacht einwirken lassen und dann am nächsten Tag ausgespült und gewaschen. Das alles fand übrigens bei uns in der Wohnküche statt. Deshalb: Immer eine Plastikkiste oder Eimer als Aufbewahrung für die Tüten hernehmen! Sicher ist sicher...

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Nach der Wäsche...

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...kommt dann das Bügeln.

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Sind das nicht schöne Muster? Ich habe mich bemüht, die Dammaststoffe nicht zu strukturiert zu färben, ich mag es lieber, wenn die Muster schön zur Geltung kommen.

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Mittlerweile habe ich mich ausreichend an meinen bunten Stoffstapeln erfreut und habe nun beschlossen, mich von einem Teil davon zu trennen- sprich zu verkaufen. (In meinen Schränken schlummern ja noch mehr selbstgefärbte Stöffchen). Hätte denn jemand Interesse an einer Stoffkiste mit ein paar Metern "Bunt"? dann würde ich mal schauen, was sich da zusammenstellen lässt und könnte im Juli von Deutschland aus versenden...










Kommentare:

  1. Liebe Kristina,
    tolle Farben sind da herausgekommen. Würde ich glatt alle nehmen ;)
    ♡liche Grüße von
    Sabine aus WO(rms)

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  2. wunderschön, deine Stöffchen!

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  3. Hi. So wunderbare Farben und der Stoff ist eh was Besonderes, das kenn ich aus eigener Erfahrung. Ich hab auch ein weit so Kram hier. Übrigens wurde nicht gebügelt sondern gemangelt, entweder selber mit einer kleinen Mängel im Keller oder sonstigen Stuben, oder in eine Mängel ein Korb eingefeuchtete und ordentlich nach einem bestimmten Schema gefaltet. Etwas aufwendiger, aber auch andere Ergebnisse.
    Liebe Grüße
    Schönes Wochenende
    Nina

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    1. Hallo Nina,
      ja, mangeln macht da bestimmt Sinn- aber wenn man keine hat, sind die Dammaste eher nicht so alltagstauglich...
      aber in kleinen Stückchen passen sie gut auf`s Bügelbrett! :)
      LG Kristina

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  4. Ich finde immer den Moment, wenn man die Waschmaschine öffnet, seeehr spannend. Tolle Farbtöne hast du erreicht.
    LG
    Magdalena

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    1. Wenn die Waschmaschine geöffnet wird und dann wenn gebügelt wird und die Muster und gefärbten Strukturen so richtig zur Geltung kommen! Das ist immer schön...!
      LG Kristina

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  5. Die Muster sind wirklich ganz toll und so schöne Farben. Ich habe ja auch so einiges an geerbter Bettwäsche. Ein Schwung ist inzwischen in graublau gefärbt und wird benutzt. Ich bin gespannt was du daraus machst.
    LG Jennifer

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    1. Als Bettwäsche kann man die jedenfalls nicht mehr hernehmen :) Ich schätze, früher oder später fällt mir da schon was ein... :)
      LG Kristina

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  6. Hi Kristina,

    leider kann ich dir nur selten einen Kommentar hinterlassen, weil mein Standard-PC deine Eingabefelder nicht anzeigt. Ich kenne keinen anderen Blog, bei dem das auch so ist und habe dafür keine Erklärung. Heute sitze ich woanders und da klappt es mit uns :-)

    Bettwäsche bügle ich am allerliebsten, denn da geht es einfach immer nur geradeaus und sie nehmen dann weniger Platz in Schrank ein, wenn sie schön flach liegen.

    Was für eine riesen Arbeit du dir gemacht hast. Die Farbpalette ist einfach toll und die alte Bettwäsche mit den eingewebten Mustern sowieso.

    Meine Mutter war Schneiderin, darum liegt bei uns auch alles voll mit Stoffen. Einiges habe ich schon an einen Kindergarten verschenkt, auch wenn es mir dann später manchmal leid tut, aber die Wohnung wächst ja nicht mit.

    Liebe Grüße
    ela

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